Vereinsgeschichte

Der Verein "TSV Kirch-Brombach 1871 e.V. hat eine jahrelange Tradition. Da vieles in Vergessenheit gerät, möchten wir Ihnen die Vereinsgeschichte etwas näher bringen. Die Historie ist noch nicht vollständig und wird auch stetig ausgebaut.

Wie alles begann...

Als Begründer des deutschen Turnwesens weilte "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn im Jahre 1813 zum Studium der römischen Grenzbefestigungen im Odenwald, wo seine Idee auf fruchtbaren Boden fiel und schon bald erste Anhänger fand. Nachdem eine in Michelstadt entstandene Turnvereinigung sowie weitere turnerische Initiativen der 1819 verordneten "Turnsperre" wieder zum Opfer gefallen waren, dauerte es allerdings bis zum Jahre 1860, bevor die Turnerei auch in unserer Heimat unwiderruflich aufblühte. Vereinsgründungen in Beerfelden, Erbach, Michelstadt und Bad König folgte an fünfter Stelle diejenige des TSV 1871 Kirch-Brombach.

Über die ersten 25 Jahre seiner Vereinsgeschichte sind zwar keine schriftlichen Aufzeichnungen mehr vorhanden, doch zeugt eine Dokumentation - wenn auch unvollkommen - von einer Gründerehrung am 26. Juni 1896. Gemäß ihrer Hinweise wurde der "Turn- und Sportverein" am 10. Juni 1871 ins Leben gerufen, und Michael Eidenmüller, Christian Schäfer sowie Michael Böhm dürften als wahrscheinliche Initiatoren von der ersten Stunde an dabei gewesen sein. Zwischenzeitlich war aus dem "Odenwälder Turnbund" der "Odenwald-Turngau" hervorgegangen, und die leistungsstarken Kirch-Brombacher Turner hatten durch großartige Erfolge auf sich aufmerksam gemacht. Ihre Verantwortlichen - unter Ihnen stets turnbegeisterte Lehrer - lenkten immer wieder die Geschicke des Turngaues, in dessen Auftrag Michael Eidenmüller 1898 am Deutschen Turnfest in Hamburg teilnahm.
Der I. Weltkrieg setzte der gerade etwas stagnierenden Turnerei ein jähes Ende, doch ging es bereits 1919 wieder an die Geräte, und trotz aller Widrigkeiten erlebte der Verein ein neuerliches Aufblühen. Die Alten hatten die Tradition bewahrt, und begeisterungsfähiger Nachwuchs verhalf ihrer Idee zu neuen Impulsen. Im Jahre 1921 wurde im Rahmen des 50-jährigen Vereinsjubiläums einmal mehr ein Gauturnfest ausgerichtet, nachdem man sich bis dahin schon mehrfach für die Bewältigung solch außergewöhnlicher Aufgaben prädestiniert gezeigt hatte. Die Zeit des unvergessenen Wilhelm Adrian war gekommen, eine Jugendabteilung sowie eine Frauenriege wurden gegründet, und gegen Ende der zwanziger Jahre gelangte das Turnen nochmals zu großer Blüte. Dieser letzte Höhenflug war in erster Linie auf das vielfältige Wirken des wohl bekanntesten Kirch-Brombacher Athleten zurückzuführen, der seinen Kameraden als Vereinsboss, erster Turnwart und Aktiver, stets beispielhaft voranging.

Nach der Leichtathletik hielt im Jahre 1928 auch der lange um Anerkennung ringende Handballsport seinen Einzug in das Kirch-Brombacher Vereinsgeschehen, dem er fortan das Gepräge gab. Zunächst aber wurde es infolge politischer Einflüsse ruhiger um alles sportliche Tun, und mit seiner ehrenvollen Berufung ins deutsche Olympia-Team blieb es Star-Torwart Bernhard Kredel sen. vorbehalten, den Namen seiner Heimatgemeinde 1936 noch ein einziges Mal Glanz zu verleihen. Weniger Rühmliches besorgte dann der 2. Weltkrieg, indem er Leben oder Gesundheit unzähliger Sportfreunde forderte.

 

Fortsetzung folgt...